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Seelenfrieden24 Hilfe bei Störungen, Ängsten, Panikattacken und Zwängen

Was tun bei einer Panikattacke? (bei Ängsten und Zwängen)

16. Jun 2021 | Angst & Panik, Zwänge

Akuthilfe bei Panikattacken in Folge einer Angststörung und auch bei Zwangsstörungen, wenn die Ängste der Zwangserkrankung Panikattacken auslösen. Folgender Tipp kann alleine ausgeübt werden (dann bitte mit Zettel und Stift), besser aber mit einer anderen Person, sodass der Betroffene einer Panikattacke ins Reden kommt. 

Skills haben nicht immer eine beruhigende Wirkung

Ich weiß, die meisten Alternativen arbeiten mit der Expositionstherapie, der Konfrontationstherapie, die besagt, dass sich Betroffene ihren Ängsten bewusst stellen sollten und diese aushalten sollten. Die Theorie ist, dass sich Betroffene so an die Situationen gewöhnen und lernen, dass nichts passiert, weshalb Symptome mit der Zeit abnehmen. 

Für die Übergangszeit erhalten Betroffene dann Ratschläge, also sogenannte Skills, die sie im Rahmen akuter Panik anwenden sollten. Atemübungen stehen an erster Stelle. Klar, ein ruhiges Atmen kann zB die Herzfrequenz herunterfahren, aber die Frage ist doch, ob der Betroffene während der Todesangst zu einer solchen Körperbeherrschung nebst rationalen Gedanken fähig ist. Meistens ist das nämlich nicht der Fall, weil die Angst für den Betroffenen echt ist. 

Aus diesem Grund haben meine 8-Wochen-Programme einen ganz anderen Ansatz, nämlich die Umstrukturierung der Denkprozesse, denn wenn die Angst innerpsychisch nicht mehr als real wahrgenommen wird, dann werden Ängste nebst neutralisiert, Trigger werden gegenstandslos und Symptome nehmen in Häufigkeit und Intensität ab)

Und, was noch wichtiger zu berücksichtigen ist, ist der Fakt, dass es sich bei einer Panikattacke (die durch die Aktivierung des Sympathikus entsteht, Ihr erinnert Euch?) um vegetative Symptome handelt. Und vegetative Symptome sind solche, die vom Organismus selbst gemacht werden (Atmung, Puls, Verdauung, Hitze, Kälte…) und in die der Mensch deshalb nur sehr schwer eingreifen kann. Sie nehmen erst ab, wenn der Parasympathikus (Entspannungsfunktion, wenn die vermeintliche Gefahr vorüber ist) die Arbeit übernimmt. Deshalb haben Skills ihre Grenzen und schützen sie nicht präventiv.

Konfrontation der Angst bedeutet oftmals Rückschritt

Alle Facts zum Sympathikus (Entstehung einer Panikattacke) und zum Parasympathikus (Ende einer Panikattacke) findet Ihr in meinem Feed. Auch bin ich im letzten Beitrag darauf eingegangen, wie Angehörige den Parasympathikus eines Betroffenen aktivieren können und auch habt Ihr bereits erfahren, warum es Euch an vermeintlich guten Tagen auch mal (vermeintlich grundlos) schlecht geht.

Auf Grund meiner Selbsterfahrung weiß ich, dass es eine Personengruppe gibt, die mit Konfrontation nebst Skills wie Atemübungen überhaupt keine Erleichterung findet. Dass liegt daran, dass bei der Konfrontation immer wieder der Sympathikus aktiviert wird und viele Betroffene nicht fähig sind, im Rahmen der für sie plausiblen Todesangst überhaupt auf den Parasympathikus einzugreifen. Die Symptome und Gedanken sind dann so beängstigend und übermächtig, dass die Kraft nicht ausreicht, vegetative Symptome, die der Organismus grundsätzlich sowieso alleine steuert, kontrollieren zu können.

Für diese Personengruppe ist es ein guter Ratschlag, gar nicht aktiv in die gefühlt willkürlichen und bedrohlichen Symptome einzugreifen, weil diese durch „falsches Verhalten“ (zB falsch ausgeführte Atemübungen) auch verstärkt werden können. Bedeutet: Können Betroffene in größter Furcht nicht gut in ihre Beherrschung der Gedanken und des Körpers eingreifen, kommt es durch Herzfrequenz, Muskelanspannung, Brustenge (…) zu schneller Atmung und somit zu noch mehr Sauerstoff, welcher Symptome wie Benommenheit (…) fördert.

Betroffene von Panikattacken sollten ins Hier und Jetzt geholt werden

Deshalb ist es besser, sich zurück ins Hier und Jetzt zu holen. Ihr habt bereits gelernt, dass jede Panikattacke, egal, ob sie auf Grund einer Angststörung oder auf Grund einer Zwangsstörung auftritt, auf einen Trigger der Vergangenheit zurück zu führen ist. 

Die Gefahr und Angst, die gesehen und gespürt wird und den Sympathikus aktiviert, der Symptome auslöst, hat immer etwas mit dem bereits Erlebten zu tun. Mit einem Trauma und / oder unverarbeiteten Emotionen aus der Vergangenheit. Der Trigger aktiviert Euch, weil die damals empfundene Gefahr und Angst mit all ihren Emotionen nicht verarbeitet wurde und er aktiviert Euch so lange, so lange diese Blockade nicht verarbeitet ist. (Ansatz meiner Beratungs-Programme: Trigger inaktivieren —> kein Symptatikus —> keine Symptome)

Im Rahmen einer Panikattacke gibt es also, wenn man so will, einen unbewussten Flashback. Der Sympathikus wird aktiviert und die (Katastrophen)Gedanken begünstigen den Teufelskreis bis hin zur Todesangst. Fühlt es sich auch in dem Moment total real und plausibel an, etwa auch, weil der Trigger noch gar nicht erkannt ist, so ist es immer eine Erinnerung an die Vergangenheit, weshalb die Gegenwart sicher ist.

Was tun bei einer akuten Panikattacke?

Ein guter Tipp ist es daher, sich während einer Panikattacke raus aus der Vergangenheit zu holen, zurück ins Hier und Jetzt, also in die Gegenwart, die sicher ist.

Eine Übung: Seid Ihr alleine, nehmt Zettel und Stift. Seid Ihr in Gesellschaft, so redet.

Notiert oder erzählt 5 Mal 5 Dinge, die Ihr durch umschauen seht, die grün oder blau oder aus Holz sind. Notiert oder erzählt 4 Mal 5 Dinge, die Ihr durch umschauen seht, die (…) Notiert oder erzählt 3 Mal 5 Dinge, die Ihr durch umschauen seht, die (…) Notiert oder erzählt 2 Mal 5 Dinge, die Ihr durch umschauen seht, die (…) Notiert 1 Mal 5 Dinge, die Ihr durch umschauen seht, die (…)

Erkennt der Organismus, dass keine Gefahr besteht (im Falle einer echten Gefahr, würdet Ihr solche Spielchen nicht machen, dass kann der Organismus erkennen), wird der Parasympathikus aktiviert und der Sympathikus (Symptome…) inaktiv geschaltet. Ihr kommt ins Hier und Jetzt.

Sollten die Symptome während der Übung besser werden, zieht durch. Beendet sie nicht frühzeitig, hängt eher noch eine Einheit dran. 

Soforthilfen gibt es auf den 220 Seiten meiner 8-Wochen-Programme nur bedingt, kurz und knapp in Woche 4, weil ich mich auf langfristige Lösungen fokussiere, damit das Eingreifen in den Sympathikus nicht mehr nötig wird.  

Die Wirksamkeit belegen meine Feedbacks. Bei Fragen bin ich jederzeit erreichbar. Folgt mir gern auf Instagram.

Warum Du es mit meinen Angeboten zu Beschwerdefreiheit, Stabilität, Lebensfreude und Glück schaffen kannst, obwohl Du schon so vieles erfolglos ausprobiert und die Hoffnung bereits aufgegeben hast? → Weil Du noch nie jemanden um Hilfe gebeten hast, der selbst Betroffener psychischer Erkrankungen war. Der deshalb gute von schlechten Ratschlägen unterscheiden kann. 

Meine 8-Wochen-Programme

Die Therapie-Programme sind eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um mit wirksamen Skills, die leicht im Alltag umgesetzt werden können, den Teufelskreis psychischer Erkrankungen verlassen, Beschwerdefreiheit erreichen und die Lebenssituation verbessern zu können.

Die 8-Wochen-Programme sind Grundlage meiner Beratung und sie können wahlweise in Eigenbearbeitung (Selbsthilfe in Eigenregie), inkl. Onlineberatung (Mail oder Tel) oder inkl. Offlineberatung (persönliche Treffen) gebucht werden.

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